Chorhalle außen Südseite – Fensterflächen

16.11.2021 — (Ma)

Chorhalle außen Südseite —- Sanierung Verglasung

Nachdem die staubintensiven Arbeiten (Ausstemmen der Fugen und Abbürsten der Rippen) beendet waren, konnten am 08.11.2021 die Arbeiten an der Bleiverglasung beginnen. Die Verkittung an den Bleiruten waren teilweise ausgewaschen bzw. durch starke Sonneneinstrahlung spröde geworden. Bei starkem Regen konnte Regen nach innen auf die Glasflächen dringen. Zur Ausbesserung werden die Bleiruten etwas aufgebogen, mit pastösem Kitt eingeschlämmt. Anschließend werden die Bleiruten mit einem Holz wieder ans Glas angedrückt und das Bleifeld von überschüssigem Kitt befreit.

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Chorhalle außen Südseite – Fensterflächen

15.11.2021 — (Ma)

Chorhalle außen Südseite —- Sanierung Rippen und Maßwerke der Fenster

Die Rippen und Maßwerke der Fenster wurden bei der Sanierung der Chorhalle 1993-2000 zum Schutz vor weiterer Verwitterung mit einem mineralischen Anstrich versehen. Dieser hat sich sehr gut bewährt, nach 20 Jahren gibt es aber erste Abplatzungen und die Anstrichstabilität hat gelitten. Mit einer Bürste kann man die entfestigten Bereiche leicht ablösen. Diese sehr staubigen Arbeiten wurden vor der Neuverkittung der Fensterflächen und dem Anstrich der Windeisen durchgeführt.

 

Chorhalle außen Südseite – Naturwerksteinarbeiten

15.11.2021 — (Ma)

Chorhalle außen Südseite —- Sanierung Naturwerksteinarbeiten

Nach dem Ausstemmen der Fugen wurde der gesamte Arbeitsbereich Pf. 6a-3a mit einem leichten, warmen Wasserstrahl gesäubert. Gerade bei der Sohlbank Wandfläche 6a-5a erkennt man den Unterschied. Man erkennt aber auch, dass sich auf der Sohlbank enorm viel Grünbelag gebildet hat, obwohl es sich hier um eine Südseite (also lange Sonneneinstrahlung) handelt, wo wir normalerweise weniger Grünbelag finden. Sind dies Folgen des Klimawandels?

Chorhalle außen Südseite – Naturwerksteinarbeiten

15.11.2021 — (Ma)

Chorhalle außen Südseite —- Sanierung Naturwerksteinarbeiten

Am 1.10.2021 haben die Steinmetze mit den Arbeiten angefangen. Alle Fugen und Natursteinflächen wurden abgeklopft. Lose Fugen wurden vorsichtig ausgestemmt. Lose Natursteinpartien wurden erneut untersucht und vor Ort die Größe des notwendigen Austauschs angezeichnet. Bei vielen Natursteinen wurde gerade an den Steinflanken eine Entfestigung festgestellt, hier konnte mit dem Finger Steinmaterial abgerieben werden. Diese Bereiche wurden mit Steinfestiger bearbeitet, so dass diese Bereiche wieder Stabilität bekommen. Inzwischen sind alle Pfeiler- und Wandflächen Pf. 6a bis 3a insgesamt bearbeitet. Ab dieser Woche werden Hohlstellen mit Vergussmörtel vergossen, fehlende Steinflanken mit Steinersatzmörtel nachmodelliert und die Fugen mit Fugmörtel geschlossen. Alle Mörtel wurden bereits am Aachener Dom verwendet und nun durch das Institut für Bauforschung, RWTH Aachen, an die Steinarten der Chorhalle angepasst.

Chorhalle außen Südseite – Sanierung Figuren

15.11.2021 — (Ma)

Chorhalle außen Südseite —- Sanierung Figuren

Inzwischen sind alle Figuren im letzten Arbeitsschritt der Krustenreduzierung mit Laser bearbeitet worden. Dabei werden die letzten harten Krustenreste, oft in Falten und Eckbereichen, mit Laserlicht abgenommen. Der Arbeitsbereich muss dafür eingekapselt werden, so dass der Laserstrahl nicht nach außen dringen kann. Beim Arbeiten sind Schutzbrille und Atemmaske Vorschrift. Abschließend werden auch die Krusten auf den Konsolsteinen nach Erstreinigung mit Heißdampf mit dem Laser bearbeitet. Nach diesen Arbeiten werden dann Risse und Fehlstellen mit einem angepassten Mörtel geschlossen bzw. nachmodelliert.

Chorhalle außen Südseite – Sanierung Figuren

 

21.09.2021 — (Ma)

Chorhalle außen Südseite —- Sanierung Figuren

Mit den Arbeiten wurde am 06.09.2021 begonnen. Nachfolgend aufgeführte Figuren werden im Rahmen des Bauabschnitts 2021 bearbeitet:
Pfeiler 6a – Abraham und Joachim
Pfeiler 5a – Isaias und Simeon
Pfeiler 4a – Lukas und Johannes, die Figuren wurden im zweiten Weltkrieg zerstört, der Torso der Figur Lukas steht in der Nische zwischen Pf. 5a und 4a
Pfeiler 3a – Stephanus und Anastasius
Die Figuren wurden in der Sanierungskampagne 1999-2000 mit den damals zur Verfügung stehenden Methoden von Taubenkot befreit, Krusten ausgedünnt, absandende Bereiche gefestigt, Risse mit Kalkmörtel geschlossen. Zwei stark geschädigte Figuren wurden exemplarisch mit einer Acrylharzvolltränkung versehen, nämlich Isaias und Stephanus.
Nach nunmehr zwanzig Jahren sind die Figuren in dem eingerüsteten Bereich in gutem Zustand. Die elektrische Taubenabwehr hat dafür gesorgt, dass keine Verschmutzung durch Taubenkot erfolgt ist.
Nach dem heutigen Stand der Technik werden die Gipskrusten nun schonend im ersten Schritt mit einer Komplexionspaste ausgedünnt bzw. entfernt. Im zweiten Schritt werden die verbliebenen Krusten mit Laserreinigung entfernt. Neue absandende Bereiche werden mit Kieselsäureester gefestigt. Risse werden mit Kalkmörtel geschlossen. Die beiden Figuren, die 1999 mit Acrylharzvolltränkung versehen worden sind, zeigen erfreulicherweise keine Auffälligkeit. Der Zustand ist wie vor 20 Jahren, der Acrylharz zeigt trotz des Standpunkts an der Südseite mit Sonneneinstrahlung keine Verfärbung. Auch eine Versprödung kann nicht festgestellt werden.

Chorhalle außen Südseite – Einrüstung

17.09.2021 — (Ma)

Einrüstung  —

Die Einrüstung der Südseite Pf. 6a-3a konnte nun mit der Verplanung der Außenfläche abgeschlossen werden. Das Gerüst hat eine Höhe von 33m.

Chorhalle außen Südseite

22.06.2021 — (Ma)

Chorhalle außen Südseite —

Nachdem der Zuwendungsbescheid des Landes NRW am 16.06.2021 vorlag, konnte mit der Einrüstung der Pfeiler 6a bis 3a begonnen werden. Bis zu einer Höhe von 32 m wird der Bereich eingerüstet.

In den Jahren 1991 bis 2001 wurde an der Chorhalle eine Grundsanierung durchgeführt. Im Bereich des Natursteinmauerwerks aus Herzogenrather Sandstein wurden Steinquader ausgetauscht und wo nötig Fugen erneuert. Das Maß- und Stabwerk der Fenster aus Savonnieres Kalkstein wurde mittels eines reversiblen Kalkanstrichs gegen weitere Verwitterung geschützt. Das Eisenwerk der Fenster erhielt einen neuen Anstrich. Bei einer Befahrung mit einer Hubarbeitsbühne im Oktober 2015 und August 2016 konnte der Zustand überprüft werden. Insgesamt haben sich die Maßnahmen bewährt.

Dort wo neue Quader und Fugen eingebaut worden sind, zeigen sich keine Schäden. Da wo vor 20 Jahren kein Handlungsbedarf gegeben war, zeigen sich jetzt jedoch einige Unzulänglichkeiten, meist offene Fugenbereiche. Hier besteht dringend Handlungsbedarf um Nachfolgeschäden im Natursteinmauerwerk zu verhindern.

Auch der reversible, mineralische Schutzanstrich der Fensterrippen ist durch die Witterung reduziert. Auch hier muss dringend der Schutzanstrich erneuert werden um Substanzverlust zu verhindern. In diesem Zusammenhang sollte auch das Eisenwerk, dass Rostansätze zeigt, einen neuen Anstrich erhalten.

Vorspringende bzw. ständig durchnässte Bauteile zeigen starke Bemossung. Wasserläufe werden dadurch behindert, die Durchfeuchtung führt zu Schalenbildung der Natursteine. Eine Metallabdeckung wäre hier denkbar, evtl. auch eine Bearbeitung mit Nano-Produkten.

Diverse Anmörtelungen aus den 70-90er Jahren lösen sich teilweise ab. Diese müssen nachgearbeitet bzw. erneuert werden.

Für die Ausführung der Arbeiten stehen für den Aachener Dom entwickelte Produkte zur Verfügung: Fugmörtel G2, der für die Sanierung der Anna- und Matthiaskapelle und jetzt aktuell für die Taufkapelle verwendet wird; Steinersatzmörtel SEM138, der ebenfalls für die Sanierung der Anna- und Matthiaskapelle und jetzt aktuell für die Taufkapelle verwendet wird.

Evtl. werden an den Steinfiguren aus Savonnieres schädliche Gipskrusten mit Laserreinigung abgenommen

Die Sanierung wird durch Denkmalfördermittel des Landes NRW und der Stadt Aachen gefördert. Weiter wird das Projekt finanziell durch das Bistum Aachen und den Karlsverein-Dombauverein unterstützt.

Chorhalle innen – Kontrolle Wand- und Pfeilerflächen

07.08.2020 (Ma) —

Chorhalle innen – Kontrolle Wand- und Pfeilerflächen —

So wie die Hubarbeitsbühne am 03.08.2020 in die Chorhalle eingefahren worden ist, so muss sie heute natürlich wieder raus. „Durch diese hohle Gasse muss sie passen“. Die engste Stelle war die Durchfahrt im Bereich des südlichen Zugangs zur Chorhalle. Mit einer Breite von 1m und einer Länge von 5,50 m passte es jedoch auf den Zentimeter. Das Gewicht von 4 to machte der Dombauhütte dabei keine Sorgen, da bei der Erneuerung des Stahlbetonbodens im Sechzehneck EG in den Jahren 2007-2011 bereits vorsorglich für solche Fälle die Annahme einer Belastung von 10 t in die statischen Berechnungen eingeflossen waren.

Chorhalle innen

04.08.2020 (Ma) —

Chorhalle innen — Kontrolle der Pfeiler-, Wand- und Fensterflächen —

Die Hubarbeitsbühne nutzen wir auch zur visuellen Inspektion der Wand-, Pfeiler- und Fensterflächen. Die Chorhalle wurde in den Jahren 1993 – 2000 umfassend saniert, innen in den Jahren 1997 und 1998. Nach nunmehr über 20 Jahren nutzen wir die Gelegenheit alle Bereiche abzufahren und zu kontrollieren, also Fugen, Steine und Bleiverglasungen anzuschauen und abzuklopfen. Außerdem fahren die beiden Handwerker der Dombauhütte die Figuren, Baldachine und Sohlbänke ab und entfernen mit Pinsel und Staubsauger aufliegende Staubschichten.

Aktuell im Dom:

Temp.: 18.5 °C
Luftfeuchte: 52.9 %rF