Taufkapelle

04.12.2020 (Ma) —

Natursteinarbeiten — gotische Wandbereiche —

Ab dem 29.10.2020 konnten nach dem Aushärten des Steinfestigers die Arbeiten in diesem Bereich fortgeführt werden. Die meisten Sandsteine zeigen in diesem Bereich einen großen Substanzverlust, Regenwasser kann ungehindert eindringen, was weiteren Substanzverlust zur Folge hat. Dies wollen wir verhindern, jedoch ohne umfangreichen Steinaustausch. Wir haben Fehlstellen und Risse in den Quadern deshalb mit einem Steinersatzmörtel ergänzt bzw. so ausgebildet, dass Regenwasser vom Stein sicher weggeführt wird. Auch hier hatten wir an der Anna- und Matthiaskapelle bereits vor 15 Jahren ein Produkt mit dem Institut für Bauforschung, RWTH Aachen entwickelt. Aber auch hier galt: einige Komponenten standen nicht mehr zur Verfügung bzw. waren in der Zusammensetzung verändert. Hier wurden ebenfalls die notwendigen Untersuchungen durchgeführt. Die Besonderheit bei dem Steinersatzmörtel ist zudem, dass er an die Farbe der vorhandenen Herzogenrather Sandsteine (von ocker bis schwarz) anhand von Farbmustern angepasst werden kann. Durch Zugabe von x ml gelb und x ml schwarz ändert sich die Farbe des Mörtels beim Anmischen. Natürlich auch wieder ein hoher Aufwand, aber er lohnt sich. Wie beim Fugmörtel wird die zu bearbeitende Stelle mit der Haftschlämme vorgestrichen und dann nass in nass der Steinersatzmörtel etwas erhöht aufgetragen. Nach einigen Stunden kann er dann auf die Steinfläche zurück gekratzt oder abgerieben werden. Der Steinersatzmörtel stand Mitte November zur Verfügung. Nach dem Aufbringen des Steinersatzmörtels galt auch hier Nacharbeiten, d.h. nass halten des Mörtels für 14 Tage.

Aktuell im Dom:

Temp.: 16.1 °C
Luftfeuchte: 64.8 %rF