Taufkapelle

06.02.2020 (Ma)

Neue Schiefereindeckung – Musterflächen

Bei der Art der Deckung sind die ausführende Dachdeckerfirma und die Dombauhütte weiter mit den Denkmalbehörden in der Diskussion. Die Rechteck-Doppeldeckung war an der Taufkapelle vorhanden und es gibt für die letzten 200 Jahre keine Hinweise, dass dies anders war. Die Rechteck-Doppeldeckung, auch belgische oder englische Deckung genannt, kommt  natürlich gerade bei uns im Massland sehr oft zur Ausführung und ist charakteristisch für diesen Raum. Daher ist es verständlich, dass die Denkmalbehörden bei der neuen Schiefereindeckung wieder eine Rechteck-Doppeldeckung bevorzugen. Die Dombauhütte kann dies absolut nachvollziehen, sieht aber in der Verarbeitung bzw. Herstellung technische Probleme. Die rechteckigen Schiefer (ca. 20×30 cm) werden bei den gebogenen Flächen, konkav und konvex, nie vollflächig aufliegen. Zu verhindern ist dies nur, wenn man alle 3-6 Schichten horizontale Stufen einbaut, die jedoch den Charakter der Rechteck-Doppeldeckung beeinträchtigen. Auch im Bereich der Überdeckung der Schiefer wird es Abstände geben, wo evtl. der Wind Regenwasser hineinwehen kann. Bei der kleinformatigen, runden Altdeutschen Deckung können die geschwungenen Dachbereiche sehr viel besser kompensiert werden. Natürlich möchten wir eine lange Lebensdauer der Schiefereindeckung erreichen und nicht erleben, dass nach einigen Monaten Schiefer vom Dach fallen. Zur besseren Beurteilung wurden an der Dachfläche Musterflächen erstellt, um weiter über die beste, denkmalgerechte Lösung diskutieren zu können.

 

Aktuell im Dom:

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